Sonstige Ereignisse
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In dieser Rubrik fassen wir all das zusammen, was sonst nirgendwo mehr rein passt.

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Gipfeltreffen in Berlin

Treffen mit der Bundestagsabgeordneten Brigitte Zypries
Gruppenbild mit Brigitte Zypries

(mb) Jedes Jahr am Ortskernfest freuen wir uns über den Besuch unserer befreundeten Feuerwehren aus Berlin, Stenn und Roßdorf – Rhön. Aber auch wir besuchen gerne unsere Freunde. Die Entscheidung hierfür das Pfingstwochenende zu nutzen war schnell getroffen und so fuhren wir vom 22. bis 25.05.2015 nach Berlin. Aufgrund des Bahnstreiks wäre diese Reise fast geplatzt. Aber dank einer tollen Organisation durch unsere Vereinsführung konnten wir fast wie geplant in der Nacht von Donnerstag auf Freitag anreisen; nur eben mit dem Reisebus und nicht mit der Bahn.

Etwas übernächtigt aber froh endlich in Berlin angekommen zu sein, erwarteten uns unsere Berliner Freunde bereits mit einem reichhaltigen Frühstück in der Feuerwache Berlin-Suarez. Hier konnten wir uns von der Anreise kurz erholen und stärken für die geplanten Ausflüge. Nach einer Führung durch die Feuerwache ging es für einen Großteil der Gruppe gegen 10 Uhr auf in Richtung Regierungsviertel. Zu Beginn erwartete uns im Paul-Löbe-Haus ein interessantes Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Darmstadt, Brigitte Zypries. Danach ging es in das Reichstagsgebäude und wir hatten die Gelegenheit auf der Besuchertribüne an einer Plenarsitzung teilzunehmen. Zum Abschluss besuchten wir noch die Reichstagskuppel und konnten den Rundumblick über Berlin bei schönstem Wetter und Fernblick genießen. Der andere Teil der Gruppe hatte in dieser Zeit die Gelegenheit ein Löschboot der Feuerwehr Berlin in Spandau zu besichtigen. Am Abend war es endlich soweit, unsere Freunde aus Stenn und Roßdorf-Rhön waren nun auch angereist und wir konnten den ersten gemeinsamen Abend in der Gaststätte „Mommsen-Eck“ verbringen und den Tag gemütlich ausklingen lassen.

Gut ausgeruht starteten wir in den nächsten Tag. Am Samstagvormittag stand eine Besichtigung des technischen Dienstes und der Leistelle der Berliner Feuerwehr auf der Feuerwache Charlottenburg-Nord auf dem Programm. Der technische Dienst das sind spezialisierte Einsatzkräfte, die mit Sonderfahrzeugen und Sondergeräten zu Einsätzen der Berliner Feuerwehr hinzu gerufen werden. Zum Beispiel gibt es hier Rüstfahrzeuge, die bei größeren technischen Hilfeleistungen benötigt werden, Abrollbehälter mit Ausrüstung für Atemschutz und Umweltschutz sowie einen großen Feuerwehrkran. Etwas Besonderes stellt die Tauchgruppe dar. Auf und in den Berlinern Gewässern, hierzu zählen die Spree und Havel mit ihren Seitenflüssen sowie zahlreiche Seen, kommt es zu über 100 Einsätzen im Jahr. Auf dem Gelände befindet sich außerdem die Kfz-Werkstatt, die sich um die Wartung und Reparatur von über 1000 Feuerwehrfahrzeugen der 39 Feuerwachen kümmert.

Im Anschluss besichtigten wir die Leitstelle. Hier gehen täglich rund 3000 Notrufe für Feuerwehr und Rettungsdienst ein, die von den Leitstellenmitarbeitern bearbeitet werden müssen. Kaum ist ein Gespräch beendet, klingelt auch schon wieder das Telefon und das an mehreren Arbeitsplätzen gleichzeitig. Die Leitstelle verfügt über 45 multifunktionale Arbeitsplätze, davon sind im Normalbetrieb mindestens 15 besetzt. Schwer beeindruckt von der Arbeit in der Leitstelle verließen wir diese in Richtung Kurfürstendamm oder Hotel. Der Nachmittag stand jedem zur freien Verfügung und wurde hauptsächlich für Sightseeing auf eigene Faust genutzt. Abends trafen wir uns alle zu einem Kameradschaftsabend im Brauhaus Lemke am Schloss Charlottenburg wieder. Alle nutzten diese Gelegenheit um sich mit den Kameraden aus den anderen Wehren über unser gemeinsames Hobby zu unterhalten und auch um Privates auszutauschen. So wurden alte Freundschaften bekräftigt und auch neue geschlossen.

Der nächste Tag startete für den ein oder anderen etwas verkatert, die Meisten jedoch konnten die ersten Sonnenstrahlen bereits am Morgen genießen. Bei bestem Wetter ging es mittags aufs Deck eines Ausflugdampfers. Wir fuhren auf der Spree durch die Berliner Innenstadt. Gestartet wurde an der Schlossbrücke in Charlottenburg, es ging vorbei am Hauptbahnhof, Bundeskanzleramt, Bundestag, Museumsinsel, O2-Arena bis nach Treptow und zurück. Im Anschluss hatten wir noch etwas Zeit, um Berlin zu besichtigen und zum Abendessen. Dann hieß es auch schon wieder Koffer packen. Pünktlich um 22:30 Uhr rollte der Bus zurück in die Heimat. Wir verabschiedeten uns mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Schließlich sieht man sich schon bald am Ortskernfest in Roßdorf wieder!

 

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